Fertig.

Es fühlt sich wirklich komisch an zu wissen, dass ich nie wieder in die Schule gehen muss. Ich bin endlich fertig. Mal sehen, was die nächsten Jahre bringen werden. Mal sehen welchen Menschen ich begegnen werde. Im Moment steht alles offen.

 

Und dann war da noch dieses furchtbar peinliche Wochenende. Ich habe meiner Königsdisziplin mal wieder alle Ehre gemacht. 

Dieser gottverdammte Alkohol. Für einen kurzen Moment geht es mir einfach so richtig gut. Ich kann vergessen, was mich seit Tagen/Wochen/Monaten beschäftigt und mir Sorgen bereitet. Ich kann vergessen, dass ich eigentlich ziemlich unglücklich bin mit mir selbst, weil ich bisher nicht stark genug war, etwas in meinem Leben zu verändern, mich weiterzuentwickeln - so wie die anderen.

Tja, und dann bieten sich irgendwelche Parties bestens dazu an sich volllaufen zu lassen. Den anderen habe ich gesagt, ich würde endlich mal feiern wollen, dass ich mein Abi in der Tasche habe. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war mein Abi eigentlich nur ein billiger Vorwand. Ich hätte mir so oder so die Kante gegeben. Wie gesagt, einfach um mal für einen kurzen Moment zu vergessen und mir vorgaukeln zu können, dass es mir wunderbar geht.

Doch irgendwann geht dieses gute Gefühl vorbei. Dir wird schlecht, du musst kotzen. Die ganze Nacht durch. Die anderen sind genervt, müssen sich um dich kümmern, weil du dich mal wieder nicht im Griff hattest.

Und jetzt stehe ich da, wie der letzte Idiot. 

yourstar am 13.6.10 07:33, kommentieren

die Zeit totschlagen...

..mit Them Crooked Vultures. Josh Homme makes my day!

Ich habe es tatsächlich geschafft unterzutauchen. Das Telefon steht still, ich kann eine Auszeit nehmen. Eine Auszeit von irgendwelchen Männergeschichten meiner Freunde. Eine Auszeit von Menschen, die es nicht mal ansatzweise interessiert, wie es mir geht. Wieso sollte ich dann noch irgendein Interesse an ihnen zeigen?

Die einzigen Leute, mit denen ich momentan noch Kontakt habe, könnte ich höchstens mit einer Hand abzählen. Und genau diese sind es auch Wert den Kontakt zu ihnen noch weiter aufrecht zu erhalten. Der Rest kann mir grade so ziemlich egal sein.

Was soll ich sagen.. es fühlt sich irgendwie befreiend an, Schlussstriche zu ziehen. Und die waren längst fällig. Immer wollte ich es den anderen Leuten Recht machen, habe viel zu viel Zeit damit verplempert Rücksicht auf sie zu nehmen, oder ihnen gegenüber loyal zu sein. Ich habe mich z.T. den anderen angepasst, um mithalten zu können, um Konflikten aus den Weg zu gehen.

Aber auf Dauer ist sowas keine Lösung. Ich bin wie ich bin. Und es gibt dadraußen tatsächlich noch Leute, die mich eben so - und nicht anders - lieben und schätzen. Die an mich glauben, mir das Gefühl geben, dass ich meine Ziele erreichen kann, wenn ich auch wirklich an ihnen festhalte. Ich glaube jenen Leuten ist gar nicht bewusst, wie viel sie mir dadurch geben. Aber eben durch sie habe ich begriffen, dass es langsam an der Zeit wird zu handeln. Ich muss einige Kontakte abbrechen, oberflächliche "Freundschaften" aufgeben. Ich kann diesen Menschen nichts geben. Genausowenig sind sie in der Lage mir etwas zu geben - sei es Vertrauen, Verbundenheit/Gemeinsamkeiten, Spaß, Freude. Rein gar nichts davon!

So negativ sich das alles hier anhören mag: Ich bin einfach nur froh und erleichtert darüber, dass ich es endlich geschafft habe, mir diese Tatsachen einzugestehen. Denn leicht fällt mir sowas nicht. Ich bin es ja schließlich immer gewöhnt, es möglichst allen Recht zu machen. Und wenn ich es nicht tue, dann kommt mein schlechtes Gewissen.

Ich bin froh, meine Ruhe zu haben. Und diese Freude ist momentan so groß, dass sie es schafft mein schlechtes Gewissen bei Seite zu drängen. Es fühlt sich gut an.

Es fühlt sich verdammt gut an!

1 Kommentar ArchAndroid am 6.6.10 10:31, kommentieren

Nur noch...

5 Tage von meinem Neuanfang entfernt. Nächste Woche bin ich endlich fertig mit der Schule.

Wenn ich so darüber nachdenke empfinde ich eine tiefe Erleichterung. Eine Erleichterung darüber, dass sich endlich die nächsten Schritte meines Lebens auf einen Neuanfang zusteuern werden. Bisher kam mir diese Vorstellung vom "neuen Leben" immer so irreal, so fern vor.

Und jetzt stehe ich so kurz davor.. vor diesem neuen Leben, wonach ich mich in den letzten Jahren zunehmend gesehnt habe.

Ich weiß, dass sich mein Leben nicht von einen auf den anderen Tag schlagartig verändern wird. Aber ich weiß, dass ich nach der Schule die Kraft haben werde mich auf das Wesentliche konzentrieren zu können - Nämlich auf mich selbst. Ich möchte mich nie wieder von irgedwem einengen lassen, möchte mich frei entfalten können. Das geht nur, wenn ich den großen Balast, der sich in den letzten 6 Jahren in mir aufgestaut hat, abwerfe.

6 verdammte Jahre, in denen so viel passiert ist. 6 Jahre, in denen der Balast nicht nur an Schwere, sondern auch an Vielfältigkeit gewachsen ist. Der Tod meines Vaters. Die ersten Selbstzweifel, die mich damals in ein tiefes, schwarzes Loch eingesogen haben. Die Verzweiflung, der Wunsch danach, diesem "sinnlosen" Leben ein Ende zu setzen. Der Weg raus aus diesem Loch. Die nächsten Zweifel. Die ersten Zweifel an meiner Überzeugung, meinem Glauben. Identitätskrise. Wer bin ich, wo stehe ich im Leben, was will ich in meinem Leben erreichen? Die Erkenntnis. Die Konsequenz daraus. Mein "Austritt" aus der Gemeinde. Das nächste Problem: altmodische Wertevorstellungen/Tradition vs. Wunsch nach mehr Freiheit. Die vielen Streitereien zwischen meiner Mutter und mir. Die vielen Tränen, die deswegen schon vergossen wurden. Meine Rebellion. Die Erkenntnis, dass diese zwecklos ist. Meine Erkenntnis: alles dulden, meine Mutter so nehmen wie sie ist. Bis zum Abitur. Danach: ausziehen und studieren. Das Unverständnis vieler Leute, die diesen "Plan" nicht nachvollziehen können - und dennoch vorgaukeln, es zu vestehen. Die erste Einsicht über meine "wahren" Freunde. Die mittlerweile sichere Einsicht darüber, mich von den "falschen" Freunden zu trennen und meinen eigenen Weg zu gehen. Ihnen den Rücken zuzukehren, mich auf die Leute konzentrieren, mit denen ich mir eine Zukunft vorstellen kann. 

 

 

 

yourstar am 5.6.10 12:33, kommentieren

ich bin grade so wütend, dass ich am liebsten alles um mich herum kaputthauen möchte. am liebsten würde ich alle anschreien, ihnen sagen, dass ich keine lust mehr auf den ganzen zirkus habe. es reicht. ich mach da nicht mehr länger mit.

irgendwann hau ich ab. kehre den menschen aus meiner vergangenheit den rücken zu und beginne mein neues leben. das leben, in dem ich endlich selbstbewusst, mutig und stark bin. stark genug um es allen zu zeigen. um es vor allem mir selbst zu beweisen.

auf "freunde", die mich einfach nur benutzen so wie es ihnen grade passt, kann ich echt verzichten.

ich könnte grade SO ausrasten, ganz ungelogen. ich bin irgendwie schon fast angewidert von jenen, bei denen ich gedacht habe, sie wären meine "freunde".

sie scheißen hochgradig auf mich. wieso scheiße ich dann nicht endlich auch auf sie?

habe ich´s denn wirklich so nötig, den anderen hinterherzudackeln?

 

1 Kommentar yourstar am 29.4.10 00:03, kommentieren

y adios!

Hohe Töne spucken, aufmucken, das können sie besonders gut. Aber wenn es drauf ankommt, dann ziehen sie schön ihren Schwanz ein.

"Männer denken eh nur an das eine"  -> TRUE. Kein Klischee, sondern Tatsache.

Man soll sich ja immer schön zum Affen für sie machen, ihnen brav hinterherdackeln, sie bewundern, zu ihren Bimbos werden. Dumm fickt ja bekannlich besonders gut!

Ich habe echt keine Lust mehr. Männer können mir sowas von gestohlen bleiben. Alles verlogene, arrogante, oberflächliche Säcke.

yourstar am 24.2.10 15:33, kommentieren

am Liebsten..

..würde ich die nächsten 2-3 Monate einfach im Bett bleiben, nichts von mir hören lassen und einfach nur vergessen, dass ich grade extrem abkacke.

yourstar am 16.2.10 13:53, kommentieren

Immer dann wenn es mal passt..

.. darf ich dazugehören. Mitmachen, die Lücken anderer füllen.

Naja und sonst bin ich dann eben das 5. Rad am Wagen. Das "Anhängsel". Normalerweise bin ich es mittlerweile schon einigermaßen gewöhnt. Aber so ganz lässt es mich dann doch manchmal nicht kalt.

An Momenten wie diesen wird mir bewusst, dass ich es noch nicht geschafft habe, meine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Bisher bin ich den anderen immer hinterhergedackelt. Und wenn die anderen mich mal brauchen, dann passe ich prima in ihr Konzept rein. Aber sonst kann ich natürlich abgeschoben werden, macht ja nichts. Mit mir kann man es ja machen.

Ich bin es mittlerweile einfach so Leid. Ich bin es so Leid, anderen Menschen hinterherzudackeln. Ich will endlich Ich sein.

Im Moment fühle ich mich leer. Und an so manchen Tagen wünsche ich mir, ich könnte diese Leere mit irgendetwas füllen. Irgendwas, keine Ahnung was genau. Selbst wenn es was wäre, was mich vergessen lassen würde, dass ich im Moment ein "Nichts" bin. Ich will mich besser fühlen, dieses bekackte Gefühl in mir ein für alle mal verbannen.

Um es kurz zu fassen: ich will endlich glücklich sein. Diese Zeit momentan macht mich einfach nur fertig. Und je länger das hier noch andauert, desto unglücklicher werde ich.

Ich merke schon, wie mich mittlerweile irgendwelche Kleinigkeiten total fertig machen. Sei es die eine, wirklich total unspektakuläre Sache mit Daniel. Oder die seltsame Geschichte mit Schenja, die ich grade "am Laufen" habe.

Ach das mit Schenja ist echt zu kompliziert. Ich habe ihn irgendwann in den Weihnachtsferien in der Disko kennengelernt, wir haben uns danach geschrieben, bzw. tuen es bis heute noch. Er scheint irgendwo Interesse an mir zu haben, ich bin mir allerdings nicht so sicher ob ich was von ihm will. Eigentlich mag ich ihn. Aber irgendwie empfinde ich nichts für den. Naja, und dann kommt noch das mit seiner Ex hinzu. Er kommt nämlich eigentlich aus Erfurt, und ist mit seiner damaligen Freundin (heute Ex-Freundin) nach Frankfurt gezogen. Die haben bis vor kurzem noch zusammengelebt! Jetzt will er angeblich nichts mehr von ihr wissen.

Ob ich ihm das so glauben soll..Und selbst wenn es so wäre: es schreckt mich trotzdem ab. Also ich war mir ja von vornerein unsicher, ob das überhaupt eine gute Idee ist mit dem noch weiter zu schreiben und alles.. aber das mit seiner Ex ist mir jetzt echt eine Nummer zu heftig, auch wenn sie (momentan) zu seiner "Vergangenheit" gehören mag.

Mal davon abgesehen frage ich mich, was er eigentlich von mir will. Ich bin 6 Jahre jünger als der (haha, scheint wohl irgendwie eine Art fabel von mir zu sein), habe auch komplett andere Interessen als er. Ich mag es mit ihm zu schreiben,  keine Frage. Er will sich mit mir treffen. also zumindest wollte er das noch bevor ich ihn letzte Woche dann mit meiner schlechten Laune "vergrault" habe. Aber ob das eine gute Idee ist mit dem Treffen..ich weiß ja nicht. Ich will eigentlich gar nicht, dass zwischen uns mehr geht. Das würde die ganze Sache nur noch komplizierter machen.

Aber ein Treffen wird wohl jetzt eh nicht so zustandekommen. Ich bin im "Abistress" - naja, nennen wir es "Abifrust", das triffts wohl eher. Und wie gesagt, letzte Woche (Donnerstag) habe ich ihn ein bisschen vergrault. Ich war ziemlich scheiße zu ihm. Ja, irgendwie hat er mich genervt, mit dem was er gesagt hat. Ach, das ganze ist mir wirklich zu hoch.

Wieso ich. Wieso kann ich nicht einfach glücklich sein. In der Schule, im Freundeskreis, in der Liebe, wo auch immer. Einfach nur glücklich sein. Das schaffen andere doch auch, so schwer wirds ja wohl echt nicht sein, verdammt nochmal.

 

yourstar am 16.2.10 13:50, kommentieren